P r a x i s h i l f e n     f ü r    e v a n g e l k a l e n  J a h r h u n d e r t - K o n f l i k t
 Geschichtliche
Konflikt-Hintergründe
 Umkämpfte
Berliner Erklärung
 Verflochtene
Konflikt-Ursachen
 Blockierende
Konflikt-Auswirkungen
 Befreiende
Konflikt-Überwindung
  Aktuelle
Konflikt-Bewältigung

  Geistlicher Konflikt-Hintergrund im Konsens der Berliner Erklärung

  Fast ein Jahrhundert lang trennte eine hohe Mauer die deutschsprachigen entschiedenen Christen. Dieser dramatische Bruderzwist - mitten durch die Allianzgemeinden hindurch - hatte fatale, schmerzliche Folgen. Die Tragik und Fortdauer der Entzweiung lässt vermuten, dass es bei dem Konflikt um wesentliche Inhalte ging. Diese lassen sich rückblickend etwa folgendermaßen definieren:

  • Im Konsens der Berliner Erklärung (BE) ging es primär um das Grundanliegen der Heiligungsbewegung. Ihr Hauptakzent lautete: Für wahre Christen ist konsequente Jesusnachfolge, und damit stetiger Sieg über jede erkannte Sünde in der Kraft Jesu Christi möglich und nötig.
  • Dieses gesamtbiblische Grundanliegen der Lebensheiligung- bzw. Erneuerung wurde durch den sekundären Kampf gegen spektakuläre „Geist-Phänomene (u. a. Zungenrede) überlagert und zunehmend verdängt.
  • Der evangelikalen Christenheit ist durch den spaltenden Kräfteverschleiß der „Schatz im Acker" des Evangeliums, und damit viel geistliche Substanz und Dynamik verloren gegangen.
  • Primär beim eigentlichen Kind der Heiligungsbewegung hat die Scheu vor schwärmerischem Perfektionismus die Siegesfreude stark verdrängt. Im Laufe der Zeit wurde die Kernbotschaft der Mutterbewegung vom Sieg über jede erkannte Sünde zunehmend auf die reformatorische Lehre von der Rechtfertigung, bzw. Sündenvergebung begrenzt.

Dieser geistliche Substanzverlust fordert heraus, die Konflikthintergründe zu erforschen und daraus zu lernen. Für die heutige Christengeneration ist es an der Zeit, sich in ihrem Heilsverständnis- und Bekenntnis auf ihre geschichtlichen Wurzeln neu zu besinnen. Von der prinzipiellen Apostellehre  über die Reformations-Akzente, die ernste pietistische Lebens-Erneuerung bis zur Sieges-Posaune der Heiligungsbewegung haben sowohl die Rechtfertigung als auch die gelingende Heiligung ihren gleichbedeutenden Platz. Sie ergänzen einander und sind nicht voneinander zu trennen.

(siehe u. a. Band 3 der Reihe Lebens-Reformation: Lebenszeugnisse aus dem erwecklichen Protestantismus von H. Masuch (Link) und das Theologische Lehrbuch der Heiligungsbewegung:  Das völlige Heil in Jesus Christus von Th. Jellinghaus  (Link)

Nehmen Sie sich Zeit, die geistlichen Hintergründe des evangelikalen Jahrhundertkonfliktes im geistesgeschichtlichen Konsens näher zu erforschen. Dazu wird Ihnen der folgende Textteil aus meinem Buch: Charismatisch - pro und contra!? behilflich sein:


Inhaltsübersicht

Für sehr gründliches Hintergrundstudium:

I. Lebens-Reformation - Dynamik im Protestantismus
1. Kirchen-Reformation durch Martin Luther
1.1 Von der Babylonischen Gefangenschaft der Kirche
1.2 Ursachen der Gefangenschaft
1.3 Symptome der Gefangenschaft

Für spezielleres Hintergrundstudium:

2. Lebens-Reformation bei Martin Luther
3.1 Aufbruch zum Glaubensgehorsam
3.2 Lebens-Reformation - Hauptziel der Kirche
1. Lebens-Reformation im Blickfeld der Bibel
2. Das Heiligungsverständnis reformatorischer Prägung

Für gezieltes Hintergrundstudium:

2.3 Das reformatorisch-pietistische Heiligungsverständnis:
3. Das Heiligungsverständnis früh-evangelikaler  Prägung
1. Lebens-Reformation als "Verheißenes Land"


Konflikt-Hintergrund  (PDF-Datei)

 


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